Berlin – Kloster Lehnin – Köln Unsere Wanderung 2018

So die Wege-Planung für unsere Wanderung von Berlin nach Köln ist abgeschlossen. Jetzt kommt die praktische Vorbereitung

Berlin-Köln 2018

StepMap Berlin-Köln 2018
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POST-KUNST – FRÜHLING 18 – WALZENDRUCK 3

Ich hoffe mittlerweile sind meine Briefe bei allen aus meiner Gruppe angekommen – trotz Feiertag.

ROLLEI

Das Thema dieser Frühjahrs-Postkunst war WALZENDRUCK mit selbstgemachtn Walzen, und mit der Farbvorgabe SANFTER MORGENTAU (zartes Blau-Grün).

Voller Begeisterung hatte ich mich sofort angemeldet: Denn Mailart und Walzendruck – das sind genau meine Themen und mein Ding. Aber dann wurde es weit schwerer als ich mir das vorgestellt hatte. A3 war mir viel zu gross – ich bin die Meisterin des Kleinstformats, das wusste ich, wurde mir aber nochmals so richtig bewusst – und das Drucken mit Acrylfarbe war mir viel zu matschig – ich drucke normalerweise mit Buchdruckfarbe, die war mir aber für das grosse Format zu teuer.

Mir schwebte von Anfang an eine Komposition von senkrechten Linien zusammen mit was Floralem vor.

Das Erbasteln der Walzen war mir noch ein richtiges Vergnügen, das Experimentieren und Spiel mit den ersten Druckversuchen machten mir Spass. Ich liebe es ja schon immer, einfach alles, was mir in die Hände kommt, einzufärben und abzudrucken und zu schauen, was dabei herauskommt. Aber als es dann an die konkreten grossformatigen Drucke ging, wurde es mir hart und schwer. Da war erst diese Schmiererei der Acrylfarbe, bis ich halbwegs raus hatte, wieviel Farbe ich brauche, und mit welchem Druck ich arbeiten muss, damit die Rolle rollt und nicht nur übers Papier rutscht. Und dann sah das Ergebnis immer noch nicht so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber die Drucke sind nun mal so geworden, wie sie sind und ich fand nicht die Zeit, nomals ganz von vorne zu beginnen.

ROLLEI

In meiner Meditationspraxis habe ich gelernt, das anzunehmen, was im Augenblick da ist. Und als Kunsttherapeutin übe ich immer wieder, das zu akzeptieren, was sich zeigt.

Eine hervorragende Übung war es auch, mich meinem inneren Druck zu stellen. Denn ich stellte einmal mehr fest, wie sehr ich innerlich in einen Wettbewerb trete und mich in eine Art ungewollte Konkurrenz begebe. Werden meine Ergebnisse neben denen der anderen bestehen können? Sind meine Sachen nicht immer dilletantisch? Was das soll Kunst sein? Ich möchte aber an dieser Stelle unbedingt betonen, dass solche und ähnlich überflüssigen Fragen und Wettbewerb aus mir heraus kommen und nicht im Projekt angelegt sind. Ganz im Gegenteil, ich bin berührt, gerührt und begeistert über den wohlwollenden und unterstützenden Umgangston unter den Teilnehmerinnen von dieser Post-Kunst. Es ist soviel Unterstützendes und Ermutigendes zu lesen, das ist unglaublich schön! Umso doofer, dass ich mich innerlich diesen Kämpfen stellen muss – aber, es ist wie es ist. Und wie heisst es so schön, all diese Erfahrungen helfen innerlich zu wachsen und sich besser kennen zu lernen.

Jedenfalls ist es so schön, jeder Woche so wunderbare Briefe zu bekommen. Ein grosses Dankeschön an Michaela und Tabea für das Ausrufen so toller Projekte und ein riesiges Danke auch an alle, die mitmachen und an die, von denen ich so schöne Drucke bekommen habe. Hier die ersten 6 Drucke, die ich bekommen habe und dich mich so erfreuen! Vielen Dank!

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Ich werde die Walzendrucke – meine Ausschussware, wie die die ich erhalten habe – in meiner nächsten FilmPoeise verarbeiten. Denn ich plane zu zwei Found Footage und Archivfilmen von der Berlinale 2018 eine FilmPoesie herauszubringen und da passt Post-Mail-Art-Kunst hervorragend, finde ich.

Hier vielleicht noch die Arbeitsschritte, die zu meinem Druck geführt haben

  1. Grundierung mit sanftem Morgentau Noppenfolie auf Malerwalze die einen Tischsett die anderen (die Tischsetts sehen aus, wie elektronische Schaltplatinen, das gefällt mir gut)
  2.  rote Streifen durch Pömpelgewinde (Holzstange mit Gewinde)
  3. gelbe Punkte (Moosgummi auf Fusselrolle)
  4. rosa Spitze aus der Schweiz auf Papprolle mit doppelseitigem Klebeband angeklebt
  5. Blaue Weinverpackung auf Fusselrolle
  6. schwarzer Filmstreifen auf Bobbie (das ist der Kern auf dem 35mm Filmrollen ins Kino angeliefert werden, Ich liebe es meine Alltagsgegenstände einfach abzudrucken)
  7. grüner Efeuzweig aus Moosgummi auf Fusselrolle (der echte Efeuzweig klebte nicht richtig)

FilmPoesieEntwurfgescannt

 

Post-Kunst – Frühling 18 – Walzendruck 2

So, die Farbe ist gekauft – im Bauhaus für Euro 8,50 zusammengemixt. Acryl ist mir für diese Grösse und diese Menge einfach zu teuer. Drucken will ich dann aber mit Acryl. Bin gespannt, wie das gehen wird, denn normalerweise drucke ich mit Buchdruckerfarbe. Aber für A3 würde ich davon viel zu viel Farbe verbrauchen. Überhaupt merke ich schon beim Grundieren, dass mir A3 ganz schön gross vorkommt. Ich bin ja die Meisterin des Kleinstformats…..

ROLLEI

Das sind die Druckwalzen, mit denen ich mein Bild bedrucken will. In Holz geschnitten habe ich vorerst zur Probe nur den Stiel eines Pömpels, der selbst schon so schöne Gewinderinge hat, die bestimmt gut kommen. Gespannt bin ich vor allem auf den Druck des Bobbies (der Filmkern oder Wickelkörper, auf dem die analogen 35mm Filmkopien Akteweise ins Kino geliefert werden). Denn diesen habe ich mit einem heissen Nagel bearbeitet.

ROLLEI

Es geht ans Grundieren. Die Farbe ist ganz schön pastös, ich verdünne sie mit Wasser. Schön ist, dass sie schnell trocknet.

ROLLEI

Weil ich mich noch nicht entscheiden kann, habe ich mit zwei Rollen grundiert, und je 20 Blätter erstellt. So habe ich immer noch die Auswahl. Oder ich kann ja vielleicht auch vermischt arbeiten – es müssen doch nicht alle 10 Drucke gleich aussehen, oder?

Der sanfte Morgentau ist sanft – bin gespannt, was von ihm übrigbleiben wird, wenn ich all die anderen Farben drüber gedruckt haben werde…..

Die sanftere Version vom Tischset spricht mich fast mehr an, erinnert an Platinen und Elektroschaltpläne, die gröbere mit der Noppenfolie erinnert mich an Punkte und die gefällt meiner Lebenspartnerin besser.

In der Ziwschenzeit habe ich die erste Post von Kerstin aus Hamburg bekommen. Oh ist das schön, so schöne Post zu bekommen – ich freue mich auf die weiteren Blätter!

ROLLEI

Post-Kunst – Frühling 18 – Walzendruck

90 Postkünstlerinnen in 9 Gruppen arbeiten an ihren Druckwalzen und bedrucken Papiere in sanftem Morgentau. Und verschicken je ein Blatt – so dass jede am Ende des Projekts 9 Bilder von je neun Künstlerinnen hat. Mailart, wie ich es liebe!

All-focus

Alles mal zusammengesucht, womit ich meine Walzen gestalten könnte – jetzt fehlt vorerst nur noch die Farbe – Sanfter Morgentau – mal schauen, wie ich den mischen oder wo ich ihn kaufen kann.

Wenn ich all die tollen Beiträge sehe, die Ihr jetzt schon erstellt habt, wird mir jetzt ganz anders.

Ich werde auf alle Fälle mal versuchen aus den holzigen Nudelwalzen einen Holzrollschnitt zu machen – bin selber schon gespannt, wie das funktionieren wird. Streifiges und Florales schwebt mir vor und mehrfach unkontrolliertes drüber drucken. ….

Dass ich sofort auf das tolle Projekt von Tabea und Michaela angesprungen bin (vielen dank an die beiden für diese Initiative), überrascht wenig, denn mit Rollendruck experimentiere ich schon lage. Meistens zwar erst am Ende eines künstlerischen Prozesses um die Farbe noch aufzubrauchen. Aber schon lange schwebt mir eine Ausstellung mit meinen Rolledruck Ausschussbildern vor. Hier ein paar meiner zig Rollendrucke.

Orientalische Stadt

Orientalische Stadt

rote Schrift

Schrift rot

grüne schrift

Schrift grün

violette Schrift

Schrift violette

Darum dachte ich zuerst sofort an so eine Art Schriftrolle für die Frühjahrs Post-Kunst. Aber wenn ich all die bisherigen Ansätze von den kreativen Mit Rollerinnen sehe, merke ich, dass ich mir mehr einfallen lassen muss, als nur Schriftartige Zeichen auf die Rolle zu kratzen….

Hier der Link zum eigentlichen Post-Kunst-Blog:

https://post-kunst-werk.blogspot.de/2018/03/90-postkunstlerinnen-in-9-gruppen.html

6. etappe: wells next the sea – stiffkey ca. 8 km freitag 08.09.17

6. und letzte etappe. ca. 111 km sind wir nun gelaufen. nicht viel verglichen mit unseren bisherigen touren. aber besser als nicht zu wandern. 

wieder kein meer, wieder viele brombeeren und weisse reiher, wieder wasserkanäle in heideartiger landschaft, wieder schöne kirchen und häuser.

und einen schönen weg durch einen alten wald mit besonderen bäumen. 

endlich mal zeit zum zeichnen in stiffkey während wir auf unsere freundInnen und gastgeberInnen meg und john warten…

esskastanienzeichnung nun kolloriert

5. etappe: brancaster deepdale – wells next the sea, 19 km donnerstag 07.09.17

zwei tage nicht gezeichnet. die wege waren zz lang, wir zu müde und der regen zwischendurch motivierte nicht zum rasten. 

eine schnelle skizze von der kirche von deepdale zum frühstück… 

Über dammartige wege wurden wir durch ein niemandsland geführt. vom meer war über weite strecken nichts zu sehen.

überflutungsland? die wasserrinnen und wiesenflecken darin sind ein paradies für vogelkundler…. 

hinter einer dünenlandschaft führte der weg gen osten. es schien wir wären die einzigen zwei menschen in diesem land. weit und breit niemand unterwegs.

das änderte sich, als wir über die dünen zu einem weiten strand hinunter ketterten. hier war was los. reitende und spazierende mit ihren hunden.

wasserrinnen zwangen uns zu einem langen umweg um wieder auf den norfolk coast path zu gelangen. der uns dann wieder weit weg vom meer an den hafen von wells next the sea führte.

unterwegs sahen wir esskastanienbäume. kann das sein? die skizze dazu ist leider noch nicht kolloriert.