ein hoch auf die italienische bahn!

ein hoch auf die italienische bahn! wir sind mit unserem ersatzzug gut, gemütlich und schnell in bologna centrale angkommen. dort kam auch schon bald unser nachtzug eingefahren. erst waren unsere plätze im reservierten wagen nicht vorhanden (wir wurden dann in einem anderen wagen platziert) und dann steht da plötzlich, der zug führe erst mit 120 minuten verspätung los. weil auf die gäste aus rom gewartet werden muss. die stehen anscheinend mit ihrem bus im stau. als entschädigung überbringt uns ein netter italienischer schaffner ein verpflegungspaket mit leckeren knuspereien und entschuldigt sich für die unangenehmlichkeiten. ist das nicht super nett? sowas habe ich bei der DB noch nicht erlebt. blöd ist, dass ich damit meinen zug in münchen nach st. gallen verpassen werde…. und die DB wird mir wohl nicht erlauben mit dem zuggebundenen billette einen anderen zug zu nehmen. ist ja leider kein anschluss ticket. ein umso grösseres lob auf die italienische eisenbahn!

abschied von rom

wenn uns nicht noch der streik erwischt haben wir ein billette nach bologna ergattert. eine autorisierte aufschrift von einem netten engagierten bahnbeamten. es war wohl schwierig reservierungen zu bekommen. aber vor allem, wir mussten kein bisschen aufpreis zahlen dafür, dass wir nicht den ÖBB bus ersatzverkehr nehmen, sondern mit einem zug nach bologna fahren. toll, die italienische bahn! allerdings mussten wir lange warten, weil die vorgängigen züge ausgebucht waren. nun sitzen wir in termini und hoffen, dass unser anschluss zum nachtzug in bologna passt.

und die historische innenstadt war heute autofrei!

largo di torre argentina & cacio e pepe

heute haben wir leider überpreiste, nicht tolle pasta gegessen. schade das am letzten abend in rom. wir hätten uns nicht von der deko und dem netten ambiente verführen lassen sollen. sondern uns im schlichten „papa re“ und nicht im edlen „al drago“ niederlassen sollen. dort hätte ich „trippa alla romana“ und „puntarelle“ bekommen. so haben wir mässige, zu al dente gekochte und zu teure „tonarelli cacio e pepe“ gegessen. das grobe salz und der grobe schwarze pfeffer mag als veredelung gedacht gewesen sein, aber der eigentlichen sinn des verschmelzens des gewürzes mit dem pecorino wird so verfehlt. nur das zicchorie gemüse war wirklich köstlich. also beim nächsten rombesuch, wird das „papa re“ ausprobiert. hier hatte ich vor ein paar tage ein „suppli cacio e pepe“ als wegzehrung gekauft und das war köstlichst.


am nachmittag sass ich am largo di argentina und habe gezeichnet. leider hatte ich das handy im hotel vergessen. darum heute keine fotos.

in den caracalla thermen

die deutsche und die römische wetterapp kündigten sonne und 23 grad für den heutigen tag an. und die sonne beim frühstücken bestätigten die prognosen. beim circo massimo aber fing es an zu regnen. doch sonne und wärme kamen rechtzeitig zum gemütlichen sitzen zurück.

also auf zu den grössten thermen der antike. bis zu 1600 leuten konnten hier gleichzeitig baden. dafür wurden zig tonnen holz verfeuert. das tropical island der römischen welt. mit restaurants, bars und bibliothek.

gewaltig imposant. wenig leute hier, dafür ein paradies für die grünen papagein.

füsse platt laufen – zum viertel san lorenzo

sonne wind und wärme! was brauchts mehr für einen weiteten tollen tag in rom?

klar wasser – die geschickten naso brunnen – und maritozzi – das leckere römische brioche mit schlagsahne. und dann ab durch gassen und strassen und wie die einheimischen über mehrspurige autostrassen. und immer wieder steht man plötzlich vor sehenswürdigem wie dem schildkröten brunnen oder stolpersteinen.

als erstes zur statione termini. und das durch die via urbana um wie jedes jahr, dem abblättern des schönsten graffito zuzugucken. dieses menschengesicht, so traurig, so schön!

bevor wir über die markthalle nach san lorenzo – ein studierenden viertel – marschierten, die erkundung nach unserer zugfahrt am sonntag. sicher ist, unser nachtzug wird bis bologna NICHT fahren. die frau am schalter war sehr nett, telefonierte ewig für uns und wollte uns noch kein ersatzticket nach bologna verkaufen. wir sollen am sonntag nochmals die auskunft aufsuchen und dann gäbe es vielleicht die lösung, dass wir ohne aufpreis einen früheren zug nach bologna nehmen könnten. im hotel erreichte uns dann zusätzlich die nachricht, dass ab sonntag 21 uhr bis montag 21 uhr die italienischen lokführer streiken würden. mal sehen, ob wir überhaupt aus rom weg kommen…

in der markthalle dann interessantes gemüse: ein kürbis in birnenform und zucchini mit noppen.

unser ziel san lorenzo fuori le mure war eine interessante kirche mit schönen fussböden.

dann ging es an den rückweg. endlich war der park vitorio emanuele II fertig umgebaut und zugänglich. eine grüne oase im stein.

und immer wieder hübsche gässleins. bis wir vor san pietro in vincoli standen. hier werden die berühmten ketten aufbewahrt. aber für mich viel wichtiger: hier steht michelangelos beeindruckender moses. freud hat über diese skulptur ein ganzes büchlein geschrieben.

ziemlich platt nach so einem langen wandertag mit zig stadtkilometern in den füssen kamen wir zurück nach trastevere. und ich habe mein zeichenmaterial mal wieder nur spazieren geführt….

neue lesebrille und jüdisches museum roma

in der nacht hat es ausgeregnet. so dass wir ohne schirm und bei sonne und wärme den zweiten tag durch rom stapfen konnten. eine erste nützliche romerinnerung habe ich beim optiker in trastevere ergattert: eine neue lesebrille.

danach haben wir das jüdische museum in rom besucht. hier gab es sehr schöne bunte glasfenster und die sehr alte synagoge.

vom tiber aus noch eine ganz schnelle skizze bevor wir in nanni morettis kino „nuovo sacher“ seinen neuen film TRE PIANI guckten. erstaunlich, wie gut der film für uns auf italienisch zu verstehen war. der kann keinfach gut geschichten erzählen.

und danach lecker essen in trastevere. abseits der tourimeile sassen wir ganz schön alleine und genossen hauswein und ruhe.

und corona ist überall. hinzu ein abendlicher schreck: ÖBB teilte uns mit, dass unser zug auf der rückfahrt entfalle bzw. wir mit dem bus von rom nach bologna fahren sollten. also morgen zuerst zum bahnhof, denn ich will und darf nicht bus fahren….

rom zu fuss – nach dem regen

im regen erreichten wir unser hotelzimmer in trastevere.

doch die sonne war bald wieder da und leider auch die tourist*innen. so voll habe ich rom bisher noch nicht erlebt. allerdings wird es abseits der klassischen routen wieder ruhiger und leerer. und die seiten gässchen sind genauso idyllisch wie die überlaufenen. und dann stossen wir unverhofft doch auch auf bekanntes. wie berninis elefäntchen oder das pantheon von hinten. und egal wie unscheinbar ein vicolo sein mag, all überall stehen antike historische überreste mitten im aktuellen rom. genau diese mischung ist für mich das besondere an rom. genau deshalb liebe ich diese stadt.

beim absacker in unserer stammbar „big hilda“ an der vicolo del cinque skizzierte ich ein wenig…. ein erster schöner rom tag geht zu ende.

angekommen in rom

mit einer stunde verspätung sind wir in rom angekommen. und rom hat uns mit regen erwartet. zum glück ist es aber warm, so dass unser übliche fussweg von roma termini nach trastevere, vorbei am forum romanum und an den trajans märkten uns wieder perfekt auf diese schöne stadt einstimmte.
die nacht war leider doof. zwar hatten wir zu zweit ein 6er abteil für uns alleine, aber es war arsch kalt und die zusammengeschobenen sitze sehr unbequem.
dafür sind wir nun in einem grossen hübschen zimmer mit blick auf die kirche „martyrus ac s. paschalis baylon“.
trastevere – wie schön. das kreuzberg roms.