20. Genf & genf – französische grenze ungezählte stadtkilometer & 8,0 km fr 23. – so 25.09.16

Wunderschöne urlaubstage zum schluss in genf.

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Mit gelben verkehrsbooten schipperten wir über den see.

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Im museum tavel, dem ältesten haus genf, empfahl uns die nette ältere dame, die uns das genfmodell erläuterte, im bad paquis den plat du jour zu essen und diesen besonderen ort zu besuchen.
Unglaublich:  das tagesgericht kostet nur fr 14,- und dafür bekamen wir gegrillten thunfisch auf spargeln, nudeln und salat. Ein beeindruckender ort obendrauf. Vielen dank für diesen tollen tip!

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einen weiteren ort, den wir entdeckten und allen genfbesuchenden empfehlen möchten ist die spanische bäckerei sa mol an der rue lausanne 52. Geniales gebäck!

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Ein weitere besonderer ort in genf ist die jonction, die landspitze, wo die blaue rhone aus dem genfersee hinaus fliesst und mit der weissen arve zusammen kommt.

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Von tag zu tag wurde die sicht besser, so dass wir zum abschied auch noch den mon blanc zu sehen bekamen.
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Am letzten tag gingen wir das letzte stück der via jacobi, von genf aus an die französische grenze. Die via gebennensis kann nun kommen.
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Am abend erlebten wir das händel oratorium belshazzar eines chores von englisch stämmigen genfer_innen mit. Was für ein beeindruckender abschluss!
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heute 8,0 km & ungezählte besichtigungs kilometer
Gesamt 312,6 km

Erkenntnis des tages:
aufs zulassen und machen kommt es an.

19. Commugny – genf 18,1 km fr 23.09.16

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Nach dem leckeren frühstück mit claire und bernard stapften wir los nach genf – unsere letzte etappe.

Über weinberge und weitete schöne weinbaudörfer tanny, mies und versoix überschritten wir die grenze vom waadtland zum kanton genf.
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Entlang von bahngeleisen und kleinen bächen kamen wir in der höhe der weingärten an einen ersten aussichtspunkt, von dem aus man das erstemal die hochschiessende fontäne von genf – den jet d’eau – sehen konnte. Ein moment, der mich kurz an den monte gozo erinnern liess – jener ort auf dem spanischen camino frances, an dem man jauchzt, weil man zum ersten mal die kathedrale von santiago sehen kann.

Bei der nächsten aussichtsbank war der genfersee schon viel näher, nur der mont blanc wollte sich wieder nicht zeigen.
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Über chambesy und pregny kamen wir zum botanischen garten von genf: nous sommes arivees. Durch ihn durch und durch den park la perle du lac wurden wir an den see und nach genf hinein geführt. Schön, wie wir hier in diese grosse stadt geleitet wurden. An den quais am see entlang sind wir am ziel unserer diesjährigen pilgerreise angelangt.
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Heute 18,1 km
Gesamt 304,6 km
D.h. gut 50 km weniger als wir ursprünglich geplant hatten.

Erkenntnis des tages:
es ist schön anzukommen. Aber es gilt auch: nach dem camino ist vor dem nächsten camino.
In diesem sinne haben wir uns in der gut bestückten bahnhofsbuchhandlung den caminofuhrer von genf nach le puy-en-velay gekauft….

18. Gland – commugny 20,0 km do 22.09.16

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Da habe ich mich verschrieben: es ist der 22. und noch nicht der 23. september!
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Unsere etappe wurde mindestens 2,5km länger als geplant. Der verlockung kurz hinter gland, die strasse zu umgehen und über den wanderweg an der panzersperre von 1930 entlang – dem sentier de tobleron – eine abkürzung gefunden zu haben, folgte die ernüchterung, dass unsere abkürzung zum umweg wurde. Denn das flüsschen promenthous war nicht einfach so zu überqueren. Dennoch sollte der heutige weg durch diese wegabweichung zum schönsten am genfersee werden.

Durch die extrakilometer war prangins mit dem schönen schlossgarten weiter weg gerückt. der garten ist auf dem ehemaligen graben angelegt und erinnerte mich in seiner architektur an den körnerpark in berlin.

Nyon streifften wir nur knapp, und verliessen es an den gleisen und den industrieanlagen entlang.
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Es folgten weitere hübsche weinbauörtchen wie crans-pres-celigny und celigny. Grosse anwesen die mit grossen schildern privatbesitz verkünden säumen unseren weg.
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Am rathaus von celigny prangt ein wappen mit5 roten jakobsmuscheln und auf dem alten friedhof liegt richard burton, der in celigny wohnte, begraben.

Nach celigny umrunden wir das prächtige anwesen des ökumenischen instituts chateau de bossey. Es wurde 1946 vom ökumenischen rat der kirche gegründet. Hier würde ich gerne einmal zu einem seminar eingeladen werden. Dann erreichten wir das weinbauörtchen founex.
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am ortseingang von commugny erwartete uns claire schon mit der frage, ob wir ihre beiden pilgerinnen seien.
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Ihr selbstgemachter holunderblütensirup verschaffte uns eine erste kühlung, die dusche brachte erfrischung, der apero mit trauben aus dem garten und weisswein aus dem wallis weckte lebensgeister und das leckere abendessen käsekuchen und spinatwähe, salat und pfirsich in rotwein und rotwein aus commugny brachte stärkung und beglückung und das gespräch mit claire und bernard verbreitete freude.

Wir verbrachten die tag-nachtgleiche mit einem astrophysiker, sahen fotos von den bisherigen caminos der beiden pilgerenthusiast_innen, hörten pilgergeschichten und erfuhren vom kinflikt unter den verschiedenen schweizer jakobusorganisationen.

Heute 20,0km
Gesamt 286,5

erkenntnis des tages:
abkürzungen können sich als umwege entpuppen, aber umwege ermöglichen ihrerseits ungeahnte erfahrungen.

17. Lausanne – st-prex – gland 21,3 km mi 21.09.16

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Mit dem zug gings nach st-prex und dann zu fuss erst am genfersee, dann hoch über den weinbergen nach gland.

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Hier würde man bei klarer sicht den mont blanc sehen…

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Hier auch kein berg im sicht, dennoch sehr schön ists am genfersee…
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Dabei kamen wir an wunderschönen weinbauorten wie perroy und dully vorbei.

Müde checkten wir in der echten pilgerherberge von gland ein. Toll, dass es solche einrichtungen gibt!

heute 21,3 km
gesamt 266,5 km

Erkenntnis des tages:
perroy ist eine zweite reise wert und unbedingt mal einen wein aus perroy kosten!!!

16. Lausanne ruhetag ungezählte stadtkilometer di 20.09.16

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Museumstag in dieser lebendigen, verbauten und kulturreichen stadt. Zu fuss und mit bus und der vollautomatisierten metro erkunden wir die schwer zu durchschauende baustruktur dieser stadt. Irgendwie sind wir immer auf einer falschen etage. Aber mit der zeit finden wir aufzüge und rolltreppen.
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Das olympische museum ist enttäuschend, das l’art brut museum dagegen genial. Leider dürfen wir da keine fotos machen. Bilder werden deshalb später aus dem netz nachgereicht.

15. Moudon – montpreveyres – lausanne 13,0km mo 19.09.16

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Wir haben in der auberge de la douane so köstlich geschlafen, dass wir gar nicht aufstehen und los wollten. Unsere beine waren schon schwer ehe wir aufbrachen.
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Aufgrund eines feiertages im waadtland schien unser frühstück auszufallen. Aber dank dem hinweis einer kioskverkäuferin fanden wir eine geöffnete bäckerei mit unzähligen köstlichkeiten. Ein brötchen gefüllt mit omelette erinnerte mich an den camino in spanien und versprach uns energie für den marsch nach lausanne.
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Das hübsche städtchen moudon erklimmten wir aber schon mit schweren beinen. Obwohl es erst an dem fluss broye entlang und dann durch schöne wiesen-, feld- und waldwege ging, mussten wir uns in montpreveyres unserer schlappheit ergeben und stiegen in den bus. Dieser brachte uns nach epallinges und die metro dann nach lausanne.
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Die vielen höhenmeter haben uns einfach zugesetzt. so dass die erste stadtbesichtigung dieses verbauten und aufgrund der verschiedenen „etagen“ schwer zu durchschauenden lausanne kurz ausfiel.
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Jetzt geniessen wir unser doppelzimmer mit blick auf den genfersee und freuen uns auf einen ersten ruhetag morgen in lausanne.

Heute 13,0 km
Gesamt: 245,2 km

Erkenntnis des tages:
ich bin zu müde für erkenntnisse und zu schlapp zum nachdenken – der geist ist willig, das fleisch schwach – so etwa in diesem sinne: gute nacht!

14. Orsonnens – lucens – moudon 19,5 km so 18.09.16

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Nach dem gestrigen festmal (kaninchen, vitello tonata, reis, gemischter salat, bergpfirsich an blütensirup und rotwein) im vietnamesischen kloster gings mit sonntäglichem festfrühstück (fribourgische safran-milchbrötchen, croissants, trauben und bananen) auf die 14. etappe nach moudon.

Um 9:35 uhr trafen marianna und othmar ein. Gemeinsam gings auf den jakobsweg zurück. Über la longeraie erreichten wir das zisterzienserinnenkloster la fille dieu, das seit dem 13.jh ununterbrochen besteht und durch eine kirche mit mystischer atmosphäre besticht.
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In romont kehrten wir ein in eine traditionsbeiz mit stangenseife
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und stiegen über billens-hennens und lovatens nach curtilles ab.
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Der späten stunde und des regen wegens verliessen wir den jakobsweg und gingen nach lucens weiter. Von dort brachte uns der zug nach moudon, marianna und othmar fuhren weiter nach palezieux.

Heute 19,5 km
Gesamt 232,2 km

Erkenntnis des tages:
– es tut gut mit freund_innen unterwegs zu sein!
-epikur: „wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug.“