20. etappe: soest – werl, 18 km, mi 04.07.2018

beim auslaufen von soest übers jacobitor steht ein pilgerbrunnen, sinnloserweise mit wasser, das kein trinkwasser ist. an pilger_innen ist bei dieser einrichtung wohl nicht gedacht worden.

begeistert nahmen wir dagegen zur kenntnis, dass in soest ein versuch gestartet wurde, fahrrad mit auto gleichberechtigt durch die stadt zu führen. leider scheint diese super idee, fahrräder in der mitte der strasse fahren zu lassen, gegen irgendwelche vorschriften zu verstossen und somit bald wieder abgeschafft zu werden. wir fänden das ein supermodell für berlin:

wider erwarten wurde der weg nach werl zu einer auch wegemässig sehr schönen etappe.

wenig strasse, oft sogar unbefestigte wege, teilstücke der alten wegeführung, die alte heerstrasse, noch ein echtes stück vom ehemaligen handels- und pilgerweg, dem hellweg:

durchaus mit historischen informationen und kultur: etwa der schlagbaum, wo ab dem mittelalter wegzoll zu entrichten war oder die skulptur „galgenvögel“ von fritz risken, die auf einem ehemaligem galgenplatz aufgestellt wurde.

und nur ganz kurz auch mal auf der b1:

aufgrund eines zufalls und glücks war die kirche st. andreas in ostönnen geöffnet und wir konnten die wunderschönen romanischen malereien und die älteste bespielbare orgel der welt sehen:

die örtchen mawike und westönnen waren schnell passiert und dann liefen wir schon auf werl zu, mensch beachte die turmsilhouetten:

der grüne sandstein, die kirchen, der friedhof, die fussgängerzone, kindergarten und schulen von barbara, alles da, erinnerungsbehaftet und doch auch verändert.

beherbergt und herzlichst aufgenommen wurden wir von den früheren vermietern von barbaras eltern. wir durften sogar die ehemalige wohnung besichtigen. und aufs köstlichste bekocht wurden wir auch. und ich erfuhr interessantes über die westfälischen schützenfeste und die werler geschichte. ein sehr schöner abend!

vielen dank an unsere netten gastgeber_innen für diese gastfreundschaft und diese wunderbare pilgerherberge!

erkenntnis des tages: gastfreundschaft und willkommenskultur ist balsam und ein riesen grosses geschenk!

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