7. etappe: oschersleben – huysburg, ca. 25 km, do 21.06.2018

alles fing gut an am heutigen tag der musik und des sommeranfangs. und er endete auch gut. aber dazwischen gab es heute viele unannehmlichkeiten. doch der reihe nach.

ein schnelles frühstück auf dem supermarktparkplatz und schönster warmen sonne schon morgens um 8 uhr in oschersleben.

doch dann schon beim ortsausgang ein nüchternes erwachen. erst gab es den weg nicht, den die karte anzeigte und dann fehlten bei der brücke die bodenlatten. es war kein rüber kommen über den kanal. aber selbst wenn wir die stabtechnik beherrscht hätten, hätte kurz dahinter ein übergang über die bahnlinie gefehlt. also umdisponieren und mit leichtem umweg ein zweiter versuch, oschersleben hinter uns zu lassen.

nicht schlecht, wohnen in der burg bei oschersleben. eine wohnung soll noch frei sein und wir immer noch nicht aus dem ort raus…

ein schöner schnurgerader weg führte uns gen osten. da störte uns der heftige wind noch kaum.

vielmehr erfreuten wir uns an den milanen, die extra für uns eine runde drehten. wir meinen, es seien rotmilane.

der neue weg führte uns in das alte ottonische örtchen wolferstedt. sehr schön herausgeputzt lag es still und leer da mit seiner langen geschichte. 967 gegründet.

da waren wir bereits 3 stunden unterwegs und hätten gerne ne pause gemacht. allein es fand sich kein pausenplatz. zudem wurde es rapide kälter und dunkel. gerade noch rechtzeitig gelang es uns, die regenjacke anzuziehen und den rucksack zu schützen. dicke schwere kalte regentropfen platzen herunter, sehr schnell waren wir patsch nass. im nassen unter einem baum hockend machten wir die erste pause und hofften auf die rückkehr der sonne.

wir mussten im nachlassenden regen weiter, es lagen ja immer nach ca. 12 km vor uns.

doch dann stellte sich ein waldweg als unpassierbar heraus. in der karte ist er als weg eingetragen, in der realität ist dieser schon lange von niemandem mehr begangen worden. abgebrochene bäume verunmöglichen ein durchkommen.

aber wir müssen durch. also laufen wir einmal mehr querfeldein bzw. durchs hohe nasse gras am rande eines weizenfeldes. das ist anstrengend, zeit- und kräfte raubend.

doch wir schaffen es und stossen jenseits der strasse auf den jakobsweg und eine erste wellig schöne harzer landschaft.

leider braute sich schon wieder ein wollkenbruch zusammen.

ein ewig langer gerader plattenweg, der röderhofweg, musste noch gegangen werden. stundenlang quwälten wir uns weiter. langweilig und anstrengend in diesem wind.

doch dann, dann zeigten sich die türme der huysburg. unser heutiges etappenziel.

(das aquarell pinselte ich später im hotelzimmer aus der erinnerung in mein reisetagebüchlein.)

ein steiler anstieg im wald und eine asphaltstrasse brachte uns zur huysburg.

stehend k.o. kamen wir in dieser idylle an. gefühlt waren das wieder weit mehr kilometer. aber wir sind angekommen.

die huysburg gehört zur strasse der romanik, ist eine benediktinerabtei. das benediktinerkloster huysburg wurde 1080 vom halberstädter domherr ekkehard und seinen freunden auf weisung der einsiedlerin pia gegründet und bereits 1084 zur abtei erhoben. morgen wollen wir das gelände und die kirche besichtigen.

und jetzt gute nacht…

2 Gedanken zu “7. etappe: oschersleben – huysburg, ca. 25 km, do 21.06.2018

  1. ihr armen. ihr seid so tapfer. ich folge deinen beschreibungen und besonders den zeichnungen weiter mit grosser begeisterung, diesmal leider auch etwas mitleidig. wünsche euch, dass es bald leichter wird und vor allem schön. detlef

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